Mit Max und Moritz im Wald

Mulchraupe bei der Kulturflächenvorbereitung im Einsatz

Kahlflächen im Wald vergrasen und verbuschen umso rascher, je mehr Sonnenlicht auf die Fläche kommt. Besonders deutlich wird dies in Nadelholzbeständen, die im Laufe der Jahre durch Sturm- und Käferbefallereignisse zunehmend lichter werden.
Werden diese Flächen dann vollends geräumt und für eine Wiederaufforstung eingeplant, ist ohne eine vorherige „Unkrautbeseitigung“, so der forstliche Fachausdruck, eine Neuanpflanzung oft nicht möglich.
Wurde diese Maßnahme in früheren Jahren oft in mühevoller Handarbeit durchgeführt, steht neuerdings für diesen Einsatzzweck eine sogenannte Mulchraupe eines ortsansässigen Forstunternehmen zur Verfügung.

Die erste Bahn ist gemulcht. Der Maschinenführer steuert über Funkfernbedienung
Die Fläche vor der Bearbeitung mit dichten Brombeerrasen
Fläche nach Bearbeitung. Die "Restbüsche" entstehen durch Umfahrung alter Baumstubben

Diese selbstfahrende, ca. 1,4 Tonnen schwere Maschine wird von einem 75 PS-Motor und einem Raupenfahrwerk angetrieben, woduch die flächige Befahrung sehr bodenschonend erfolgt. Über eine Dreipunktaufnahme und eine Zapfwelle ist der Anbau unterschiedlichster Geräte für die Landschaftspflege möglich, so auch eine Fräse mit 120cm Arbeitsbreite.
Das über Funkfernsteuerung zu bedienende Grundgerät MORITZ und die angebaute Forstfräse MAX bilden zusammen ein effektives, kostengünstiges Gerät zur Kulturflächenvorbereitung und entlasten die Waldarbeiter von beschwerlicher und gefährlicher Motorsägen- und Freischneiderarbeit.

Für Arbeiten an Steilhängen besitzt die Raupe auch eine Hilfsseilwinde, um sich damit selbst zu sichern und nach oben zu ziehen

Zur Vorbereitung der Frühjahrspflanzung 2025 kamen Max&Moritz in den Igersheimer und Weikersheimer Wäldern mehrfach zum Einsatz.
Die Bilder entstanden bei Arbeiten auf einer stark mit Brombeere und Haselnuss überwucherten Kulturfläche im Distrikt Hohenrain.   

Verbuschte Fläche vor der Bearbeitung
Fläche jetzt zur Pflanzung vorbereitet
Vorhande Naturverjüngung (hier Weißtannenverjüngung links) können vom Maschinenführer erkannt und umfahren werden